Was ich euch bisher noch nicht gezeigt habe

Die ganze Zeit waren sie dabei. Jetzt packe ich meine Kostüme endlich aus.

Bisher habe ich euch vor allem von meiner Reise erzählt: von kleinen Küstenorten, stillen Morgen am Meer und Straßen, bei denen ich vorher nicht wusste, wohin sie mich führen würden.

Ich mag dieses Leben. Trotzdem hatte ich in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl, nur einen kleinen Teil von mir zu zeigen. Denn während ich von Stellplätzen und neuen Orten erzählt habe, reiste noch etwas anderes die ganze Zeit mit mir: meine Kostüme, Hüte, Perücken und all die kleinen Dinge, mit denen ich für eine Weile jemand anderes sein kann.

Cosplay und Verkleidungen gehören schon lange zu mir. Deshalb konnte ich nicht einfach ohne sie losfahren. Vieles musste zu Hause bleiben, aber meine liebsten und vielseitigsten Sachen haben einen Platz im Van bekommen.

An einem alten spanischen Hafen kam mir schließlich der Gedanke: Warum sollte ich euch den Ort nur zeigen, wenn ich mitten darin meine eigene kleine Geschichte erleben kann? Aus einer Hafenmauer kann die Kulisse einer Schmugglerin werden, aus einer einsamen Straße eine Westernszene und aus einer stillen Bucht das Versteck einer Piratin.

Der Van bleibt mein Zuhause auf Zeit und die Reise geht weiter. Aber ab jetzt möchte ich euch nicht mehr nur zeigen, wo ich gerade bin. Ich möchte euch zeigen, wer ich dort für einen Tag sein kann.

Meine Kostüme sind jedenfalls ausgepackt. Die erste Rolle wartet schon. 🎭

💬 Was glaubst du, habe ich euch bisher auch noch nicht gezeigt? Schreib deine Vermutung gerne in die Kommentare!

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