
Heute Morgen fiel meine Wahl auf das beige Leinenhemd. Dazu die braunen Leder-Shorts, der breite Gürtel und die hohen Schnürstiefel. Der Fedora blieb zunächst in meiner Hand ein bisschen Spannung muss schließlich sein.
Als ich fertig angezogen vor meinem schwarzen Campervan stand, fühlte sich die Umgebung plötzlich anders an. Aus dem staubigen Weg wurde eine unbekannte Route, hinter jedem Felsen hätte sich ein verborgenes Geheimnis befinden können und selbst der Wind klang ein wenig nach Abenteuerfilm.
Natürlich hatte ich weder eine alte Schatzkarte noch eine verschollene Ruine zu finden. Aber genau das liebe ich an meinen Rollen: Für einen Moment muss die Welt nicht nur das sein, was man gerade vor sich sieht. Ein Kostüm reicht manchmal aus, um aus einem gewöhnlichen Ort eine ganz eigene Geschichte zu machen.
Meine Abenteurerin wäre vermutlich ziemlich eigensinnig. Sie würde keiner eingezeichneten Route folgen, ihren Fedora erst aufsetzen, wenn die Sonne zu stark wird, und grundsätzlich behaupten, sie hätte sich nicht verlaufen auch wenn sie längst keine Ahnung mehr hat, wo sie ist.
Eigentlich passt sie damit erstaunlich gut zu mir.
Heute bin ich also Abenteurerin. Nicht auf der Suche nach Gold oder einem geheimen Tempel, sondern nach dem Gefühl, dass hinter der nächsten Kurve etwas warten könnte, mit dem ich nicht gerechnet habe.
Und falls dort nichts wartet, erfinde ich eben selbst eine Geschichte. 🤎
💬 In welche Rolle soll ich unterwegs als Nächstes schlüpfen? Schreib mir deine Idee gerne in die Kommentare!