Fischerin im spanischen Hafen

Alma als Fischerin im spanischen Hafen

Gummistiefel statt Glamour. Der kleine Hafen war noch fast leer, als ich am Morgen dort ankam. Nur einige Fischer waren bereits bei der Arbeit, Möwen kreisten über den Booten und in der Luft lag dieser unverwechselbare Geruch nach Meer, Holz und frischem Fang.

Für meine nächste Rolle zog ich eine blaue Latzhose über ein gestreiftes Shirt, schlüpfte in gelbe Gummistiefel und setzte eine rote Wollmütze auf. Besonders elegant sah das nicht aus aber meine Fischerin sollte schließlich nicht nur dekorativ am Hafen stehen.

Neben einem der Boote lagen zusammengerollte Netze, Taue und einige leere Körbe. Ein älterer Fischer beobachtete mich eine Weile, zeigte auf meine makellos sauberen Stiefel und musste lachen. Seine hatten offensichtlich schon deutlich mehr vom Meer gesehen.

Dann drückte er mir ein dickes Seil in die Hand.

Ich verstand zwar kein Wort seiner schnellen Erklärung, nickte aber sehr überzeugend. Wenige Sekunden später zog ich gemeinsam mit ihm das kleine Boot näher an den Steg. Zumindest glaube ich, dass das meine Aufgabe war.

Meine Fischerin hatte ihren ersten Einsatz überstanden.

Danach setzte ich mich auf eine alte Holzkiste und wartete darauf, dass jemand mir einen besonders großen Fisch anvertraute. Stattdessen erschien eine Hafenkatze, untersuchte meinen leeren Korb und verschwand enttäuscht wieder zwischen den Netzen.

Mein Fang des Tages bestand schließlich aus einem Stück Tau, das sich an meinem Stiefel verfangen hatte, und einer Portion gegrillter Sardinen aus der kleinen Bar am Hafen.

Für eine echte Fischerin war das vermutlich keine beeindruckende Bilanz. Für mich war es ein ziemlich guter Morgen.

🎣 Würdet ihr für einen Tag mit den Fischern hinausfahren oder den Fang lieber später in der Hafenbar genießen? Schreibt es mir.

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