Perücken und neue Verwandlungen

Alma probiert Perücken für neue Verwandlungen aus

Blond, rot oder plötzlich ganz kurz Manchmal braucht eine neue Rolle kein aufwendiges Kostüm. Manchmal reicht schon eine andere Frisur.

Mit meinen dunklen Haaren sehe ich immer noch nach mir selbst aus ganz gleich, welches Kleid oder welchen Hut ich trage. Sobald ich jedoch eine Perücke aufsetze, verändert sich nicht nur mein Aussehen. Auch meine Haltung, mein Blick und sogar die Art, wie ich mich bewege, werden plötzlich anders.

Die schwarze Lockenperücke machte aus mir die geheimnisvolle Wahrsagerin. Mit einem kurzen blonden Bob könnte ich zur Filmdiva der Sechzigerjahre werden. Lange kupferrote Wellen passen zu einer wilden Waldhexe und mit silbernem Haar sehe ich aus, als wäre ich gerade aus einer anderen Welt gekommen.

Eine riesige Sammlung kann ich unterwegs natürlich nicht mitnehmen. Meine Perücken werden vorsichtig in Haarnetzen verstaut und liegen in beschrifteten Stoffbeuteln. Große Perückenköpfe hätten im Van ohnehin keine Chance.

Nicht jede Perücke übersteht meine Reisen gleich gut. Manche verknoten sich bereits beim ersten Windstoß, andere glänzen in der Sonne so stark, dass sie eher nach Karneval als nach echter Frisur aussehen. Dann helfen etwas Geduld, eine Bürste und gelegentlich auch eine Mütze.

Am lustigsten ist der Moment, wenn ich eine neue Perücke zum ersten Mal aufsetze. Manchmal erkenne ich mich sofort kaum wieder. Manchmal sehe ich aus, als hätte ich mich im falschen Jahrzehnt verirrt.

Aber genau darum geht es.

Eine Perücke ist für mich nicht einfach nur eine andere Haarfarbe. Sie kann der Anfang einer völlig neuen Figur sein.

💇 Welche Verwandlung möchtet ihr als Nächstes sehen: blonder Bob, kupferrote Wellen, schwarze Kurzhaarfrisur oder langes silbernes Haar? Schreibt es mir.

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